Kreiszeitung Verden 21.2.2012

2. März 2012 von  
Kategorie Allgemein

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– Stilübergreifende Musik aus mehreren Epochen bekommt man sonst wohl nicht an einem einzigen Konzertabend zu hören. Beim -Ensemble ist das anders. Seit zehn Jahren schlagen die fünf Musiker mühelos den Bogen von der Musik des Frühbarocks bis zum modernen des 20. Jahrhunderts.
Das Kadanza-Ensemble begeisterte mit seinem Musikmix aus mehreren Epochen.

So auch bei ihrem Konzert am Sonntag in der St. Andreaskirche. Hier nahmen (Gesang), (Blockflöten und Sax ophon), (Cello, E-Bass, Percussion), (Blockflöten) und (Cembalo, Piano) ihr Publikum mit auf eine abwechslungsreiche und faszinierende Reise quer durch die Jahrhunderte.

„Sophisticated Sounds“ – so ist das neue Programm des Ensembles überschrieben. Der Titel passt, denn anspruchsvoll ist wirklich das passende Adjektiv, um die ungewöhnliche Musik des Quintetts zu beschreiben.

Das Konzert begann mit der „Sonata Quarta“ von Dario Castello aus dem Frühbarock. Hier zeigten Geu und Wiehe an den Blockflöten sowie Tobias Walker am Cello und Müller-Oesterling am Cembalo bereits ihre ganze Virtuosität und Spielfreude. Unvermittelt und überraschend folgte dann der Sprung in das 20. Jahrhundert mit „Dindi“ von Antonio Carlos Jobim. Hier kam das Publikum auch erstmals in den Genuss der großartigen Jazz-Stimme von Kristina Dobat. Aus dem Jazz ging es anschließend zurück in die Romantik mit „Sicilienne“ von Gabriel Fauré, ein wunderbares Duett von Saxophon und Piano mit Geu und Müller-Oesterling. Mit Duke Ellington, Claude Débussy, Marin Maras und Serge Rachmaninow ging es anschließend weiter munter durch die Jahrhunderte. Viel Applaus erhielten Cellist Tobias Walker und Pianist Andrea Müller-Oesterling für ihre Interpretation von Faurés „Elégie“.

Die letzten Stücke des Abends waren dann aber doch ausschließlich dem Jazz gewidmet. Mit „The Stars“ gab es sogar eine Eigenkomposition von Andreas Müller-Oesterling zu hören. Bei „Miss Otis regrets“ von Cole Porter zeigte Kristina Dobat noch einmal ihren ganzen Stimmumfang, und Gilles Geu sorgte am Saxophon für Gänsehaut. Der gelungene Konzertabend endete mit „Peel me a Grape“ von Dave Fishberg. Das Publikum belohnte die Künstler mit langanhaltendem Applaus und bekam vor dem Gang nach Hause natürlich noch eine Zugabe mit auf den Weg. · ahk