Konzert zu dritt- für Sibelius

Am Sonntag, dem 13 Dezember, um 17 Uhr, führt die Deutsch-Finnische Gesellschaft ihre Reihe von Veranstaltungen mit einem außergewöhnlichen Konzert fort, nachdem die ersten beiden Aufführungen des Programms in Walsrode und Celle große Erfolge waren.

In der Musikschule Hildesheim gastieren drei Musiker, die dem heimischen Publikum weniger bekannte aber dennoch faszinierende Facetten des finnischen Nationalkomponisten Jean Sibelius nahe bringen wollen.

Finnland feiert in diesem Jahr den einhundertfünfzigsten Geburtstag seines größten Komponisten, der als Romantiker mit eigener Tonsprache in die Musiklandschaft des zwanzigsten Jahrhunderts ragt.

Der Geiger und Bratschist Mariusz Januszkiewicz wurde im polnischen Lodz geboren und verbrachte seine Jugend in den USA, wo er an der Hartt School of Music sein Master Degree erwarb. Seid 1986 ist er Konzertmeister beim TFN in Hildesheim, wo er gelegentlich auch dirigiert, und tritt daneben in Kammermusikkonzerten auf.

Andreas Oesterling ist klassischer und Jazzpianist mit einem Konzertdiplom der Hamburger Musikhochschule. Er gab etliche Konzerte in Deutschland und international, als Solist, Liedbegleiter, Kammermusiker und in diversen Jazzensembles. Neben dem Klavier- pflegt er neuerdings auch das Vibraphonspiel, das er bei einem der Stücke hören lassen wird. Sie können Andreas Oesterling auch als Klavierspieler mieten.

Seine vierzehnjährige Klavierschülerin Manon Huke erlernt bei ihm seit vier Jahren das Spiel auf den Tasten. In zunehmendem Maße spielt sie neben Rockmusik auch ganz andere musikalische Stile, wie im Konzert zu hören sein wird.

Auf dem vielfarbigen Programm stehen unter Anderem einige der reifen Duowerke des späten Sibelius für Bratsche bzw. Geige und Klavier. Diese Stücke, die Titel tragen wie Mazurka, Auf der Heide oder Glöckchen, sind teils von großer Herbheit, dann wieder von ebensolcher Süße. Januszkiewicz interpretiert den berühmten Valse triste auf der Viola, worauf Oesterling,sekundiert von seiner Schülerin, auf dem Vibraphon dasselbe Stück in einer eigenen Version mit einem jazzigen Touch präsentiert.

Manon Huke spielt am Klavier eine virtuose Caprice von Sibelius, die Ballade Jean and Aino ( gemeint ist das Ehepaar Sibelius) des finnischen Jazzpianisten Iiro Rantala, und mit Andreas Oesterling ein vierhändiges Stück aus einer von Sibelius‘ Schauspielmusiken.

Oesterling schließlich interpretiert die Solostücke Reverie und Kylliki des Jubilars und die Toccata von Einar Englund, einem Komponisten, der von diesem gefördert wurde und um 1950 als der wichtigste Tonsetzer Finnlands galt.

Allen Hörern von erlesenem Geschmack und Neugier auf Ungehörtes sei dieses Konzert ans Herz gelegt.

Der Eintritt zum Konzert ist frei. Spenden werden gern entgegengenommen.