Wayne Shorter mit „Without A Net“ zurück bei Blue Note

wayne shorter without a net album rezension

Cover des neuen Albums „Without A Net“ von Wayne Shorter.

Man muss die esoterischen Ansichten Wayne Shorters nicht teilen, ebenso wie man auch John Coltrane nicht unbedingt in den Interstellar Space folgen musste, um die Musik der beiden großen Saxofonisten als großartige künstlerische Neuerungen schätzen zu können. Die CD „Without A Net“ ist Shorters erste Aufnahme bei Blue Note seit 43 Jahren, und der große alte Mann blieb nicht stehen. Seit seiner Zeit bei Art Blakey, den Meilensteinen mit dem Miles Davis Quartett, dem Jazzrock bei Weather Report, nicht zu vergessen seinen Soloaufnahmen, ist er ständig dabei, sich neu zu erfinden. Mit seinem Sopransaxofon, das wiederum von Coltrane in den modernen Jazz eingeführt wurde, und seinen Bandkollegen Danilo Perez (Klavier), John Patitucci (Bass) sowie Brian Blade (Drums) sucht und findet er eine Musik, die teilweise an den Aggregatzustrand von flüssiger Lava erinnert, die mitunter zu Magma erstarrt.

Vor allem bei dem 23minütigen Stück „Pegasus“ wird das deutlich. Shorter nennt das „das Vorhandene dekonstruieren“.

Daneben gibt es Stücke, wo die Rhyhtmusgruppe eine Art verqueren Groove produziert und damit die Motivketten des Saxofonisten erdet.

Wer Ohren hat, der höre.

Anmerkung: Das Musikleben in Walsrode und umzu ist mäßig aufregend, sodass hier in Zukunft in unregelmäßigen Abständen kurze Artikel erscheinen werden, die subjektive Eindrücke mit Themen aus der weiten musikalischen Welt zum Inhalt haben.

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